TELEKINESIS (USA)

Ein echter Frontmann sitzt normalerweise nicht hinter der Schießbude. Dieser trommelnde Kauz aus Seattle zeigt aber, dass das sehr wohl geht und richtig gut klingen kann. So gut wie eine Band, die mit ihrer Spielfreude den Soundtrack für einige Sommer liefern könnte.

Telekinesis ist im Grunde genommen ein Soloprojekt. Denn hinter all dem mitreißenden Indierock und -pop à la Nada Surf oder Death Cab For Cutie steckt ein einziger Typ, mit nerdiger Brille, krummer Nase und einer Frisur, die keine ist. Credits dafür! Während dieser Typ namens Michael Lerner live „nur“ singend hinter dem Schlagzeug sitzt und dabei an Gitarre, Bass und Keyboards von versierten Händen aus der Seattler Musikszene unterstützt wird, hat er für sein erstes Album unter dem Namen Telekinesis an jedem Instrument ausschließlich selbst Hand angelegt.

Michael Lerner ist demnach Multiinstrumentalist und hat „Telekinesis!“ im Handumdrehen gemeinsam mit Death Cab For Cutie-Produzent und -Gitarrist Chris Walla aus dem Ärmel geschüttelt. Indierockpo, der zwar auch vor fünfzehn Jahren schon den Sommer (und den Winter/Frühling/Herbst) gerettet hätte, aber auch 2010 durch Natürlichkeit und Spielfreude ansteckt, mitreißt und begeistert. Irgendwie alte Seattle Schule, Sparte Pop.  Neben Michael Lerner sind übrigens Jason Nardoucy von Verbow und Cody Votolato von den Blood Brothers in der Band dabei.

Look and Listen:

//vimeo.com/14448627

oder fast noch besser:

www.youtube.com/watch?v=wAN4jumiblQ&feature=related