ZOEY VAN GOEY (UK)

Ach ja, die Schotten! sentimentale Kadetten, allesamt,Teenage Tanclub,Belle and Sebastian und jetzt Zoey van Goey. Das tolle Netz-magazin White Tapes schreibt über sie:

Nein, auch wenn der niederländische Adelszusatz es andeutet, bei Zoey van Goey haben wir es nicht mit Niederländern zu tun. Die Band mit diesem vielleicht etwas seltsam klingenden Namen fand sich im schottischen Glasgow zusammen, wo sie auch den Produzenten ihrer ersten Single fanden, nämlich Stuart Murdoch von Belle and Sebastian. Ihr Album ließen sie sich dann aber von einem anderen namhaften Vertreter der schottischen Musikszene produzieren, nämlich Paul Savage von The Delgados. Das Trio gründete sich 2006 und besteht aus der Schottin Kim Moore, dem Kanadier Matt Brennan und Michael John McCarthy, einem irischen Theater-Autor. Viele Einflüsse also aus gleich drei englischsprachigen Ländern. Benannt ist die Gruppe nach eigener Aussage dann auch noch nach einer New Yorker Street Art Künstlerin. Es scheint also bunt her zu gehen bei Zoey van Goey, das deutet ja aber auch schon das Cover an.

Ach ja und Musik machen Zoey van Goey übrigens auch noch, was sie dann bereits im Oktober 2009 auf Albumlänge mit “The Cage Was Unlocked All Along” toll demonstrierten. Wir schreiben zwar jetzt erst drüber, aber manchmal will gut Ding eben Weile haben und da das Werk jetzt erst immer wieder seinen Weg in unsere Ohren findet, hielten wir die Zeit für gekommen euch die frohe Kunde dieses Trio nicht länger vor zu enthalten. Denn trotz toller Folk-Pop-Melodien mit teils experimentellem LoFi-Charakter und dann wieder beinahe bombastichen Popsounds, sind Zoey van Goey bisher fast noch geheimer als ein Geheimtipp. Schade eigentlich, denn der atmosphärisch dichte Midtempo-Popper “We All Hid In Basements” gehört zu einem der leider erst spät entdeckten Hits des letzten Jahres. Langsam und schwermütig zerbrechlich beginnend spannt die Band hier den Bogen immer weiter, bis am Ende die Sonne durch die Komposition scheint und nur noch Gänsehaut bleibt. Neben leicht schwermütigem Folk-Pop haben Zoey Van Goey aber auch jede Menge verspielter Harmonien, die von der Sonne geküsst scheinen und ein Lächeln auf das Gesicht des geneigten Hörers zaubern dürften. Die erinnern mal an Belle and Sebastian, dann wieder an The Delgados, aber das sollte an dieser Stelle eigentlich nicht überraschen.