Indie-Folk aus Kanada, das hatten wir tatsächlich schon einige Mal im Swamp, man denke nur an die tollen Wooden Sky oder Brasstronaut. Während diese beiden Bands aber eher zu den leiseren Vertretern des Genre gehören, legen The Burning Hell doch ein eher fulminateres Tempo vor. Die Band um Mastermind Mathias Kom agiert nicht selten mit zehn Musikern und dementsprechend viel Instrumenten auf der Bühne. Ihre Live Auftritte geraten so regelmässig zu einem großen Spektakel und man darf gespannt sein, wie intensiv Burning Hell das Swamp bespielen wird. Sollten ihnen das nur halb so gut gelingen, wie sich die Qualität der neuen Platte darstellt, wäre ein gelungener Abend schon gesichert. Das neue Album der Band “People” habe ich nämlich letzte Woche bekommen, es ist grossartig. Ein Freund hat es als eine flotte Variante von Will Oldham bezeichnet, ob es das trifft, nun ja. Texte auf jeden Fall: schräg, absurd und wahnsinnig witzig. Musik: einfach nur Klasse. Legt es euch zu, ihr werdet es nicht bereuen, ich versprech`s. Hier eine kleine Kostprobe:
Das Vorprogramm wird im übrigen von Jake Nicoll, dem Schlagzeuger der Band bestritten, der einige seiner eigenen Songs spielen wird.
Kitty Solaris war im letzten Jahr schon einmal bei uns im Swamp. Ihr Auftritt unter der woche (glaube, war ein Dienstag) war rappelvoll, charmant und wahnsinnig nett. Die Pressemenschen schreiben folgendes über Kitty:
Sparsam instrumentiert und an der Kreuzung von Pop, Folk, Elektronik und Rock gelegen, das ist die Musik der Berliner Sängerin und Gitarristin Kitty Solaris, die ihre Lieder selbst schreibt – und ihre Demos in ihrer Küche auf dem Prenzlauer Berg austüftelt. Im Studio werden die Songs dann neu arrangiert und um interessante Beimischungen ergänzt: hier ein Tupfen Akkordeon, dort schmettert eine Trompete, dann ein Hip-Hop-Break, ein lateinamerikanischer Rhythmusfetzen … eine beschwingte Mischung, die viel Abwechslung bietet und trotzdem nicht auseinander fällt. Nach dem Début „Zukünftige Luft-Hostess“ und der zweiten Platte namens „mein Heim ist meine Disco“ nun also das neue Werk, das „goldene Zukunft Paris“ heisst: Wieder ein CD-Titel, den man malen könnte – am besten als Comic-Zeichnung, in kräftigen Farben, und in der Sprechblase würde stehen: „Bravo!“
Kitty Solaris festigt vor allem mit ihrem letzten Album „Golden Future Paris“ nicht nur ihre Position als bedeutendste musikalische Künstlerin an der Spree, sondern steigt durch diesen Release zur wichtigsten Songschreiberin dieses Landes auf und spielt wie PJ Harvey hoffentlich bald auch im ausverkauften Admiralspalast an der Friedrichstraße. Verdient hätte sie es.
Also, bevor sie jetzt den Admiralspalast rockt, ist sie erst einmal im kleinen, kuscheligen Swamp in Freiburg.
Alle Jahre wieder, da können wir auch den Text von letztem Jahr nehmen, hat sich nix geändert:
The Durgas sind eine der verdammt besten Hippie Live Bands ever, und zwar unter der Prämisse, dass Hippie hier noch als gut besetztes Wort gilt. Wer sie in den letzten Jahren im Swamp live gesehen hat, weiss, was ich meine. 120 Minuten (so war`s zuletzt immer) grossartiger Livesound. Wer mir früher mal gesagt hätte, er kennt ein Lied, dass nahtlos vom Westcoast Sound über Reggaeeinlagen hin zu afrikanischen Elementen und zurück driftet, dem hätte ich geantwortet: eh klar, und sonst noch was? Aber die Simmersbach Gang schafft das spielend, wirklich spielend. Grosse Live Bande, die Kerle.
Hier live im Swamp, Juli 2011: