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SUMMARY:DER NINO AUS WIEN (A) in der Mensabar
DESCRIPTION:Muss man über den Nino hier noch was Neues schreiben. Eher nicht\, deshalb hier ein schönes Interview mit dem Wiener Kurier vom April 2017. \nNeues Album erscheint im übrigen dieses Jahr noch \n \n  \nWas für ein schöner Zufall: Der &#8222;Bob Dylan vom Praterstern&#8220; (Falter) alias Der Nino aus Wien sitzt in seinem Stammbeisl\, dem charmant verrauchten Café Dezentral im Herzen des Stuwerviertels\, und spricht mit dem KURIER über sein neues Album\, während aus den Lautsprechern Bob Dylans &#8222;Like A Rolling Stone&#8220; dringt. Aufgefallen ist das dem als Nino Mandl in Hirschstetten aufgewachsenen Singer-Songwriter aber nicht\, denn er war gerade dabei\, über seine Begegnung mit  Wolfgang Ambros\, seinem Jugendhelden\, zu erzählen. \nKURIER: Wie kam es zum Treffen mit Ambros? \nDer  Nino aus Wien: Ernst Molden und ich spielten ein Konzert in jenem Wiener Hotel\, in dem Ambros ein Zimmer hat\, das er immer dann bezieht\, wenn er in Wien ist. Und das war er an diesem Tag\, weil er sich das Konzert von uns ansehen wollte. Zur Aftershowparty ging es dann auf sein Zimmer. Das war eine große Ehre für mich\, denn ich bin ein großer Fan. \nWolfgang Ambros wurde unlängst 65. Man hat den Eindruck\, dass er etwas angeschlagen ist. Ihre Einschätzung?\nSo fertig\, wie alle sagen\, ist er nicht. Er hat zwar mit seinem Rücken Probleme\, aber im Kopf ist er jung geblieben. Er ist spirituell gesehen gut drauf und kann sich noch an alles gut erinnern. Außerdem würde ich mich freuen\, wenn ich mit 65 noch so tolle Konzerte spielen würde wie Ambros. \nSie werden bald 30\, sind ein Nachtmensch und rauchen eine nach der anderen. Denken Sie mit zunehmendem Alter mehr an Ihre Gesundheit?\nIch habe ein gutes Gefühl\, älter zu werden. Man muss halt schauen\, dass man sich halbwegs fit hält und viele Vitamine bekommt. Ich bin der  Naturheilkunde nicht abgeneigt. Massagen werde ich mir auch gönnen\, denn nach dem Gitarrespielen bin ich immer total verspannt. Man sollte halt auch zum Rauchen aufhören\, aber die größte Gefahr im Austropop ist sicher der Alkohol (lacht). \n&#8222;Wach&#8220;\, so der Titel des neuen Albums\, ist nicht eindeutig zu verstehen\, denn auf Wienerisch liest er sich &#8222;waach&#8220;\, was das Gegenteil von wach bedeutet.\nNein\, &#8222;waaach&#8220; würde man ja ganz anders schreiben – mindestens mit sieben &#8222;a&#8220;. Mein neues Album heißt &#8222;Wach&#8220; und nicht &#8222;Waaaaaaach&#8220;. \nDie neuen Songs klingen ungewöhnlich poppig. Wollen Sie damit eine Image-Korrektur betreiben?\nNein\, mit dem Image als verschlafener\, verkiffter\, verträumter Singer-Songwriter will ich damit nicht aufräumen. Übrigens schreibe ich meine Lieder stets\, wenn ich nüchtern bin. Ich bin ein Nacht-\, aber kein Partymensch. Ich wollte einfach kürzere Lieder machen – dabei die Vier-Minuten-Grenze nicht überschreiten. Die Texte habe ich mit der Hand geschrieben – auf einen Zettel. Es sind Gedichte\, die von der Musik umrahmt werden. \nIhre Songs haben Sie mitunter am Gardasee geschrieben? Sie fahren immer wieder nach  Italien und haben Ihr letztes Album &#8222;Adria&#8220; genannt. Was verbindet Sie mit Italien?\nIch war vor Jahren in Triest und habe mich in die Stadt verliebt. Seither bin ich in einer Italienphase. In mediterranen Gegenden fällt es mir einfacher\, den Tag zu genießen. In  Wien übt eher die Nacht Anziehungskraft auf mich aus. Daher bin ich mit meiner Band an den Gardasee gefahren. Das italienische Lebensgefühl merkt man den vier dort entstandenen Songs auch an. Ich bezeichne sie gerne als Vormittagslieder.Das Album klingt alt\, nach Sixties. Wie kam es dazu?\nIch habe mich früh in die Musik der 60er-Jahre verliebt: Als Zehnjähriger habe ich das blaue &#8222;Beatles&#8222;-Album zu Hause gefunden und rauf und runter gehört. Danach wollte ich mehr Musik aus dieser Zeit kennenlernen und habe dabei die frühen Pink Floyd entdeckt. \n\nUnd Dylan?\nDer kam erst später in mein Leben. Als 15-Jähriger hat mich mein Vater zu einem Dylan-Konzert in die Stadthalle mitgenommen. Bis dahin kannte ich nur &#8222;Blowin’ in the Wind&#8220; von ihm. Das Konzert war leider extrem enttäuschend\, weil Dylan an diesem Abend nicht gut war. Er saß nur am Klavier und sang unverständlich. Aber alle haben ihm zugejubelt und ich dachte\, da muss doch was dran sein. Nach dem Konzert habe ich mir das ganze Dylan-Werk besorgt. Seither bin ich Fan. \nSie sind bekennender Rapid-Anhänger. Würden Sie jemals bei einer Austria-Weihnachtsfeier spielen?\nNein. Es ist schon arg genug\, dass ich jetzt in Favoriten wohne. Bisher hatte ich aber noch keine Probleme damit\, mit dem Rapid-Schal spazieren zu gehen. Ich denke\, es liegt daran\, dass in Favoriten die meisten Menschen Fans von Galatasaray Istanbul oder Roter Stern Belgrad sind. \nSie veröffentlichen seit 2009 jedes Jahr ein Album. Sind Sie ein Workaholic?\nNein\, ich bin einfach nur froh\, dass ich irgendwas in meinem Leben gefunden habe\, das funktioniert. Daher sehe ich es als Verantwortung gegenüber der Musik\, viel zu produzieren. Ich kann gar nicht anders\, als immer neue Songs zu schreiben. Ich werde nächstes Jahr wohl wieder eine neue Platte veröffentlichen. Es sollen lustige Lieder werden – so wie &#8222;Praterlied&#8220;\, &#8222;Holiday&#8220; oder &#8222;Du Oasch&#8220;.
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