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SUMMARY:206 (D)
DESCRIPTION:Fehlfarben\, Gang of Four\, und ich rede von deren besten Zeiten\, sind für diese Band die Referenzpunkte. Wir hatten die Jungs vor einem halben Jahr schon einmal im Slow Club\, tolles Konzert\, wenn auch vor beschämend geringer Kulisse. Fragt man sich schon\, wo die vielen Punkfans in freiburg sind\, nicht die Haste-mal-ne-Mark Dubel\, sondern die\, denen es um mehr geht. Sogar die olle Tante ZEIT schnallt\, was für eine tolle Band 206 sind\, und schreibt dazu einen schönen Artikel. Den hier nämlich:\n&#8222;Für ein Gefühl der Melancholie\, eine Ahnung von Perspektivlosigkeit\, für einen tragfähigen Mix aus Weltschmerz\, Wut und Rebellion braucht es manchmal nicht mehr als einen kleinen Basslauf. Da reichen schon drei Noten\, ganz monoton zum aufgebrachten\, gar nicht mal tobsüchtigen Gesang heruntergezupft\, um den Gemütszustand einer Avantgarde des Aufbegehrens zu verstehen. Und die ist alles andere als gut gelaunt. \nDenn während drei Viertel\, vier Fünftel\, ach\, fast alle\, die so gern unter “musikalischer Jugend” subsumiert werden\, fröhlich konsumierend dem Niedergang entgegenträllern\, greift der kleine Rest zum Saiteninstrument und verwandelt zornigen Schwermut in grimmige Hoffnung auf etwas völlig Anderes. \n“Einen neuen Zusammenschluss”\, schlägt Timm Völker vor\, “die Idee einer Republik”. Nicht mehr und nicht weniger sei das Konzept des Debütalbums seiner Post-Punk-Formation 206. Und weil das doch ein wenig altbacken klingt\, akademisch\, popuntauglich jedenfalls\, hat sie die Staatsform ihrer Platte kryptisch ergänzt. Republik der Heiserkeit heißt sie und will zusammenführen\, was zusammengehört: Die Unzufriedenheit der Menschen im Ist-Zustand nämlich\, wie es der singende Gitarrist nennt\, mit der zugehörigen Tonlage. Kein Wunder\, dass die nicht gefällig daherkommt. \nRepublik der Heiserkeit ist das derzeit wohl nachdenklichste all der kampfeslustigen Angebote im deutschsprachigen Gitarrenrock: 14 analoge Stücke in Moll\, 14 basslastige Bestandsaufnahmen gesellschaftlicher Zustände\, 14 Mal viel Text gegen Lounges\, Nazis\, Geschichtsvergessenheit\, all so was. Was bleibt mir anderes übrig als mit meiner Armut anzugeben”\, singt Timm Völker in Goldjunge und meint damit sicherlich keinen Arbeiterstolz.Tonträger \nFür ein Gefühl der Melancholie\, eine Ahnung von Perspektivlosigkeit\, für einen tragfähigen Mix aus Weltschmerz\, Wut und Rebellion braucht es manchmal nicht mehr als einen kleinen Basslauf. Da reichen schon drei Noten\, ganz monoton zum aufgebrachten\, gar nicht mal tobsüchtigen Gesang heruntergezupft\, um den Gemütszustand einer Avantgarde des Aufbegehrens zu verstehen. Und die ist alles andere als gut gelaunt.\nMusikalisch irgendwo zwischen Von Spar und 1000 Robota\, Palais Schaumburg und den Goldenen Zitronen\, teilt sich das Trio aus Halle auch deren inhaltliche Ausrichtung entlang von Konsumkritik und Klassenkampf\, ergeht sich dabei aber nie in Lyrik\, Pathos oder Parolengebrülle. “Was bleibt mir anderes übrig als mit meiner Armut anzugeben”\, singt Timm Völker in Goldjunge und meint damit sicherlich keinen Arbeiterstolz.\nEs ist der Gestus einer Jugend\, die schnell\, zu schnell erwachsen geworden ist. Die mit Anfang 20 dunkle Pullover und schwarze Krawatten trägt\, nicht nur\, weil es cool ist\, sondern angemessen. Deren Gesichter selten von Ausgelassenheit und Übermut zeugen\, sondern von Grübelei und Trotz. Das nimmt ihrer Musik jede Leichtigkeit\, jeden Leichtsinn\, aber auch die Beliebigkeit.\n206 machen Gedankenpunk\, nur dass Völker\, sein Bassist Leif Ziemann und ihr präziser Schlagzeuger Florian Funke nicht wirken wie 1\,2\,3\,4-Rock’n&#8217;Roller\, geschweige denn wie Trendrevolutionäre der Marke Telekommander. Sie finden das alles hier tief im Inneren zum Kotzen\, wischen danach aber auf.\nSie sind die Jäger\, Sammler und Übersetzer einer aufgestauten Depressivität. Das hyperaggressive Kratzer to the Top zu Beginn gleichberechtigt neben dem Titelstück am Schluss\, ein einzelner Basslauf nur. Mehr braucht es nicht. Nicht an dieser Stelle.&#8220; Schreibt die Zeit und hat in jedem Punkt Recht. Große Band. Hier sind sie :
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SUMMARY:VIC RUGGIERO (USA)
DESCRIPTION:Vic Ruggiero &#8211; Entertainment weit ab vom Mittelmaß .\nDer kleine\, vielbeschäftigte Mann mit Hut aus New York City braut aus den altbewährten Zutaten Rocksteady\, Rock&#8217;n&#8217;Roll\, Country und Blues eben keine fade &#8222;Frontmann von XYZ macht auf Singer &#8211; Songwriter &#8211; Suppe&#8220;\, sondern ein Lebenselixier\, mit dem er sein Publikum trunken macht. Gekocht hat er unter anderem in den Küchen von Rancid \, Kepie Ghoulie und  den Slackers. Mit dem Schalk im Nacken und dem Herz am rechten Fleck serviert diese grundsympathische Einmannband ihrem Publikum schnörkellose Hausmannskost\, die mit skurrilen Geschichten\, die das Leben schreibt\, garniert wird. Vic Ruggiero &#8211; ein köstliches Erlebnis. Garantiert &#8222;Es scheint\, als ob die meisten Leute\, die Ska und Reggae hören\, auch diese ganze andere Musik mögen &#8211; alten Rock&#8217;n&#8217;Roll\, Blues\, gute Country-Musik&#8230;&#8220;\, sagt er. Ob die Songs nun nach den Slackers klingen oder nach Johnny Cash ist ohnehin alles nur eine Frage der Interpretation. Und letztlich auch egal. Hauptsache die Songs sind gut. Vic Ruggiero ist nicht nur ein brillianter Musiker\, sondern auch ein leidenschaftlicher Geschichtenerzähler und großartiger Entertainer.
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SUMMARY:MOBYLETTES (D)
DESCRIPTION:&#8220; Wenn Gott Emma Peel wäre\, dann wären die Mobylettes die Hausband des Himmels.&#8220; Sagt kein Geringerer als Rocko Schamoni\, und der muss es ja wissen\, hat er sich  doch mit der Band im legendären Golden Pudel Club in Hamburg\, den ein oder anderen hinter die Binde gekippt. Der Startschuss zur Gründung erfolgt Anfang der Neunziger. Eine Handvoll Musiker\, (inzwischen alles bekannte Namen) der Gruppe Huah! (Knarf Rellöm\, Bernadette La Hengst und Nixe) sowie die Hamburgern Mense Reents\, Ted Gaier und Frank Will gründen die Mobylettes. Nixe\, aka Diana Diamond bleibt Hauptsängerin\, und einziges ständiges Mitglied. Drei Platten erscheinen\, dann lange Zeit nichts mehr\, ehes es vor kurzem wieder ein Lebenszeichen gab. Fast scheint es\, die Mobylettes hätten die Jahre genutzt\, um ihren Stil immer und immer mehr zu verfeinern\, als hätten sie ihren Stil frisiert wie ein Vorstadt Blouson Noir das namensgebende Velo.\nNach wie vor ist\, man  gestatte das unschöne Wort\, die Kernkompetenz der Mobylettes die amerikanische Popularmusik der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Um genau zu sein: die Popularmusik vor der British Invasion. Man meint\, die 13 Songs auf „Immer Schlimmer“ wären den Mobylettes von Burt Bacharach\, Carole King oder von einem der  anderen Autoren im New Yorker Brill Building auf den Leib geschrieben worden. Oder waren es Holland-Dozier-Holland aus Detroit? Hatte am Ende Phil Spector seine Finger im Stil? Oder die zu Unrecht vergessenen Autoren zeitloser Northern-Soul-Klassiker? Weit gefehlt: jeder Song ein Mobylettes- Original. Originale von Originalen sozusagen.\nWill heissen: Sie bringen`s immer noch. Listen:
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SUMMARY:KILL IT KID (UK)im Great Räng Teng Teng
DESCRIPTION:Da wird ganz schön auf die Pauke gehauen\, wenn die Rede von den englischen Newcomern Kill it ist. So schreibt die Presse: &#8222;Schon ihre Folk-infizierten und mit allerlei Bläsern\, Streichern und Slidegitarren angereicherten Musik allein macht Freude &#8211; doch wenn erst einmal der manchmal fast opernähnliche und in dieser Form in der Indie-Welt ziemlich ungewöhnliche Gesang von Ward und Turpin hinzukommt\, gibt es kein Halten mehr. Spätestens hier lassen sich keine Vergleichsmöglichkeiten zu anderen Bands mehr finden &#8211; so einzigartig ist diese Mischung.\n„Send Me An Angel Down“ machte als Debütsingle bereits auf die blutjunge Band\, die sich an der Bath Spa University kennenlernte\, aufmerksam. Ihr Albumdebüt „Kill It Kid“ dürfte ihnen jetzt endgültig zum Durchbruch in der Szene verhelfen: „Fooling For Loving You“\, „Private Idahoe“ oder das beschwingte „My Lips Won&#8217;t Be Kept Clean“\, Hits finden sich hier so zahlreich wie Eier in einer Legebatterie &#8211; nur dass man sie mit einem deutlich besseren Gewissen konsumieren kann. Produzent Ryan Hadlock (Johnny Flynn\, Foo Fighters\, Regina Spektor) schneiderte der Band einen perfekt zu den Songs passenden Sound auf den Leib &#8211; und es scheint fast\, als wäre die Magie der Fleet Foxes\, die ihr Debüt im gleichen Studio wie Kill It Kid aufnahmen\, auf das englische Quartett übergegangen.&#8220;\nSo weit so gut\, und die Gang knallt wirklich. Mich erinnern sie stark an Woven Hands\, bzw. deren Frontmann und Prediger Dave Edwards\, der allerdings weit jammerlappriger daher kommt als Kill it Kids. Bei denen geht es zwar auch um Schuld und Sühne\, das Ganze allerdings eine Spur\, bzw. mehrere Spuren schneller und rockiger als bei Woven Hands. Und wenn sie bei den langsamen Stücken an frühe Calexico Momente erinnern\, wird es noch besser.
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