MATTHIAS HELLBERG & THE MOOSE (SWE)

Ex-Hellacopters-Gitarrist Matthias Hellberg und Buddy Ludwig Dahlberg, seines Zeichens Drummer der (International) Noise Conspiracy, treffen sich auf der bunten Psychedelic-Spielwiese zum fröhlichen Lobhudeln der elterlichen Plattensammlung – The Doors, Deep Purple, Captain Beefheart, ein bisschen Garage und jede Mende Sixties-Freigeist-Folk Die zickigen Riffs und kifferfreundlichen Gesänge von „A good day“ oder „Mermaid stomp“ duften schwer nach kalifornischen Lagerfeuern und dem 6/8-Takt von „Why is it so?“ sitzt nicht nur die Psychedelik im Nacken, sondern gleich der ganze Geist von Jim Morrison, und „Maracca baby“ lässt die Rolling Stones in der Garage lärmen. Löschpapierverzehrer werden jedenfalls ihre helle Freude am wilden Hauruck von Hellberg und seinen The White Moose haben. Zu denen gehören nicht nur der schon erwähnte The-(International)-Noise-Conspiracy-Drummer Ludwig Dahlberg sondern auch die Whyte Seeds Olle Hagberg und Henrik Lindén, die ja auch alle die Sechziger tief inhaliert haben. Inwieweit Marihuana und Fliegenpilze allerdings zur üblichen Ernährung von Alces Alces gehören, konnte bislang nicht geklärt werden.

www.myspace.com/moozymusic

MAPLEWOOD (USA) Support: SIMONE WHITE (USA)

Nada Surf macht Folk? Na ja, nicht wirklich, eigentlich ist es nur der Drummer, Ira Elliot, der mit der Band Maplewood seinen Folvorlieben frönt. Das hört sich bei den Kritikern dann wie folgt an:

„Die New Yorker Indiesupergroup um Champale-Sänger Mark Rozzo und Nada-Surf-Drummer Ira Elliott träumt wieder von Kalifornien: Punktgenau zum Woodstock-Jubiläum verneigen sich Maplewood knapp vier Jahre nach ihrem Debüt ein zweites Mal vor zurückgelehntem Westcoastsound à la Beach Boys, Byrds und Crosby Stills Nash & Young. Erneut überzeugt ihr Singer/Songwriter-Sound mit mehreren Lead- und Rhythmusgitarren, zumal sie dieses Mal mit Gerry Beckley (America) und Alan Weatherhead (Sparklehorse) auch noch prominente Unterstützer an Bord haben. Weil aber erneut wirklich herausragende Songmomente fehlen, plätschern Maplewood mit „Yeti Boombox“ weiter auf höchstem Niveau“, schreibt das Internet-Magazine Kultur-News und der gut alte Rolling Stone fügt in seiner Augustausgabe hinzu: „Tief geerdet ist das zweite Werk von Maplewood. Das Debüt hatte die Westcoast nach New York verlegt; Maplewood spielen harmonieschweren Seventies-Canyon-Folk wie America, CSN oder The Byrds. Die Zwölfsaitige schimmert, die Elektrische gniedelt selbstvergessen, die mehrstimmigen Gesänge schweben über allem. Schon auf ihrem Debüt zelebrierte die All-Star-Gruppe aus Mitgliedern von Nada Surf, Campale und Koester klassischen Westcoast-Sound mit CSN-Harmonien, Byrds-Gitarren und dem Soft-Pop von America. Nun haben sie gar am Comeback-Album der „Horse With No Name“-Combo mitgewirkt und zudem ein zweites Album aufgenommen, auf dem Americas Gerry Beckley mitsingt“ und vergibt 3 Sterne in seiner Plattenkritik.

Ganz aus dem Häuschen ist der Rezensent einer amerikanischen Rockpostille:

Wie der Duft von blühendem Jasmin weht der Maplewood-Sound durch tiefe Schluchten zu den Stränden und hinaus in die endlose Wüste, eine Ode an das kalifornische Ideal, besungen und beschworen durch Vorläufer wie America, Bread, The Flying Burrito Brothers, Gene Clark, 70’s Beach Boys, späte Byrds, The Stone Canyon Band, John Phillips, Neil Young, Hearts and Flowers und sogar CSNY. Die amerikanische Presse meint, Maplewood seien nur einen Zug („toke“) vom Kosmos entfernt, Vorboten einer neuen Bewegung, die sich wieder in Bewegung setzt. Na ja, wir meinen: Es ist schlicht verdammt gute Musik, die Spaß bringt! Für die fünf Mitglieder von Maplewood entwickelten sich verlorene Songperlen wie »Ventura Highway« (America) oder »Make It With You« (Bread) von verbotenen Früchten zu verborgenen Schätzen. In diesen verstoßenen und fast vergessenen Hymnen fanden Maplewood ihre Inspiration.

Nennt es Canyon Rock, nennt es Breezy Pop oder Desperado Dust, Maplewood sind wie ein Sonnenaufgang in der Wüste, wie der späte Nachmittag weit oben in den Orangenhainen, wie ein Strandspaziergang im Mondlicht mit einer Flasche gutem Wein und der Person, die man wirklich liebt“

Supported werden die Jungs von Simone White, deren Stimme mich beim ersten Mal hören an Kate Nash erinnerte. Simone White, Songwriterin aus Kalifornien, könnte man als personifizierten Brückenschlag zwischen klassischen Songwriterinnen vom Schlage einer Joni Mitchell oder Karen Dalton zu modernen indie-sozialisierten Künstlerinnen wie Cat Power bezeichnen. Simone White ist lange nicht so folky wie eine Joni Mitchell, aber bei weitem nicht so herb wie Cat Power. Sie stammt ursprünglich aus Hawaii, ist ein echtes Hippie-Kind (Künstlerfamilie noch dazu), ist in Gestus und Auftreten sehr Retro und schafft es dennoch, Anachronismen wie den Folk-Protest-Song ins heute zu transformieren. Musik auf die sich mindestens zwei Generationen einigen werden können.

www.myspace.com/simonewhite

Klingt auf jeden Fall so, als ob mit diesem Konzert ein stilvoller Eintritt in den Herbst ansteht.

SPEARMINT (UK)

Über sein erstes Soloalbum schreibt Shirley Lee:

Dies ist mein erstes Soloalbum und es heißt so wie ich: „Shirley Lee“ – einfach nur „Shirley Lee“. Zuerst hatte ich die, wie ich immer noch finde, tolle Idee das Album „London Ghost Stories“ zu nennen. Aber im Laufe des Prozesses, den dieses Album durchlief erschien mir dieser Titel irgendwann nicht mehr angemessen. Und warum dann nach einem sophisticated Titel suchen, wenn man nen poetisch klingenden Namen hat?

Ich bin ja auch noch Mitglied einer nicht gänzlich unbekannten Londoner Band namens Spearmint. Nach unserem vierten regulären Album, „Paris In A Bottle“, das 2006 erschien, hatten wir alle das Gefühl ein Kapitel Spearmint sei nun abgeschlossen. Ob es ein Weiteres geben wird, das steht momentan noch in den Sternen. Aber die letzten Konzerte mit Spearmint hinterließen in mir den Eindruck, es sei Zeit für etwas anderes, etwas Neues.

Na ja, so ganz neu ist es allerdings dann doch nicht, was wir jetzt nicht unbedingt schade finden, weil es halt doch nach dem grossen Northen Soul-Pop klingt, denn eine unsere liebsten UK Bands, nämlich Spearmint immer gemacht hat. Will heissen: Steht zwar Shirley Lee drauf, ist aber Spearmint drin. Vielleicht sind die Songs persönlicher, doch selbst Fans werden den Unterschied kaum bemerken. Vielleicht bekommen Spearmint durch den Namenswechsel endlich die verdiente Aufmerksamkeit. Ende der 90er noch als nächstes großes Ding gehandelt, waren sie bald nur noch der heißeste Geheimtipp des Postbritpop, und im 14. Bandjahr gilt es längst als ausgemachte Tatsache, dass Spearmint-Platten nie mehr als einen kleinen Auskennerkreis beglücken. Dabei werden sie mit zunehmender Reife immer besser, wenn sie mit Anleihen bei Anorakpop und Northern Soul von der Liebe tagträumen. Musikalisch bleibt Lee sich auch als „Solonummer“stets treu. Die Mischung aus großen Hymnen, aus Melodiebögen mit Zweigesang und hübsch angefuzzter Gitarre  und leichtem, sich manchmal etwas zu sehr um sich selbst drehendem Tweepop geht auf wie zu Spearmint-Zeiten, angereichert wird das Ganze mit den ebenfalls genrebekannten Marimba-Klängen. Ein schöner, wenn auch wahnsinnig erwachsener Mix.

shirley-leeExperten wird nur überraschen, dass ausgerechnet die beiden besten Songs nichts mit Herzschmerz zu tun haben: Mit „The Reservoir“ hat Shirley Lee eine Hommage an seinen Vater geschrieben, die zu Tränen rührt, und „The Smack of Pavement in your Face“ erzählt vom ersten Rausch einer neuen Liebe. Für alle Nichtauskenner gilt: Shirley Lee ist der Newcomer des Jahres!

www.myspace.com/shirleyleeuk

Und nachdem ich diesen Text schön als Soloalbum und die Tour als Solotour beschrieben habe, kommt gerade die Nachricht von der Agentur, dass Shirley Lee jetzt doch als SPEARMINT auf Tour geht. Na also.

WINDMILL (UK)

„An exquisite and imaginative London talent, Windmill combines star-gazing and shoe-gazing without a hint of mediocre middle ground…“ schreibt die alte Dame BBC, was ganz, ganz frei übersetzt wohl bedeutet, dass da eine besonders talentierte Band, wunderbare Musik macht. Tatsächlich erinnern die Herrschaften von Windmill sehr stark an Bands wie die Tindersticks, Mercury Rev oder Sophia.  Oder Clap your hands say yeah, was an der Stimme von Sänger und Mastermind Thomas Dillion liegt, der sich quäkend und quengelnd durch die Songs arbeitet. Die getragen werden von traurig-schöner Instrumentierung, perlenden Pianoparts, hüpfenden Rhythmenund..eben dieser Stimme. Auf die man sich wirklich einlassen sollen könnte, ansonsten wird`s problematisch. Ansonsten werden Freunde der gepflegten Melancholie voll und ganz auf ihre Kosten kommen, das verspreche ich.

Nicht weniger melodramatisch wird es beim Support The Black Atlantic zugehen, die 2008 bei den phänomalen Saturday looks good to me mit auf Tour waren, was allein schon ein Qualitätszeichen ist.images www.theblackatlantic.com

THE BROKEN BEATS (DK)

Die beste dänische Popband ever haben schon zweimal im SWAMP aber so was von abgeräumt, klar, dass wir sie auch ein drittes Mal einladen. Als habe Stephen Malkmus sich zusammen mit I Am Kloot, Bear Quartett, Adam Green, Neil Young, Bob Dylan und ein paar belgischen Bands ein Orchester oder eine Bigband rangeschafft„,schreibt das Musikmagazin INTRO.

Geht es um The Broken Beats reden alle erst mal nur von Liebe. Und jeder hat seine eigene Geschichte.

Diese geht so:
Es spielt die Band im Jahr 2005 im Hamburger Club ’Weltbühne’. Acht
Leute auf der winzigen Bühne, vierzig stehen davor. Alles fühlt sich
heilig an. Die Leute vor der Bühne tanzen, halten sich an den Armen und
wedeln mit ihren Bierflaschen zur Bühne hin, auf der die Band steht und
Kim Munk, der Sänger. Jetzt hüpft er von der Bühne runter, verheddert
sich im Mikrokabel, liegt lachend auf dem Rücken im Bier und singt wie
ein Gott. Nach drei Stunden sind alle vollkommen fertig und halten sich
Absinth trinkend am Tresen fest, Musiker und Publikum. Plötzlich rennt
Kim Munk wieder auf die Bühne, setzt sich hinters Keyboard und spielt
noch ein Lied. Seine Musiker taumeln hinterher. Das Publikum kann’s
nicht fassen. Es geht weiter. Ein Mädchen – kein Witz – weint und
stammelt was von: ”Will die Heiraten… glücklich… Wahnsinn.” Gegen
drei Uhr Morgens sind alle Saiten gerissen, Musiker und Publikum liegen
sich in den Armen und ziehen auf den Kiez. Zwei Wochen später kommt ein
Brief in den Club. Kim Munk schickt das erste Album seiner Band. ”Es
ist nie veröffentlicht worden aber das beste. Liebe, Kim”, steht in
holprigen Deutsch auf einem Blatt Papier. Ein halbes Jahr später
spielen The Broken Beats im selben Laden, der nun knackvoll ist, klar.

Das ist keine besondere Geschichte sondern eine normale, wenn es um
The Broken Beats und ihren Anführer Kim Munk geht. Es gibt auch die
Geschichte von der Polizeikontrolle auf der Autobahn irgendwo in
Deutschland, die damit endet, dass Kim Munk, der Busfahrer, den
Polizisten im Streifenwagen sein neues Album vorspielt, und die
Polizisten beseelt dem klapprigen wie eine Brauerei stinkenden Bandbus
hinterher winken. Und dann die Geschichte von den Leuten der
Plattenfirma Buback, die The Broken Beats in Leipzigs ’Ilses Erika’
spielen sehen, das Demo des neuen Albums in die Hände bekommen und
nicht anders können, als diese Band unter Vertrag zu nehmen. Und hier
ist es jetzt: Das dritte offizielle Album von The Broken Beats – ”In
The Ruin For The Perfect”. Wenn man so will das Happy End. Denn endlich
ist alles, was man an dieser Band so liebt – die unbändige Spielfreude,
den Hang zu glücklichmachenden Melodien, der Aufrichtigkeit und
Lebenslust – endlich ist all das auf einem Album vereint, das geradezu
birst vor Ideenreichtum und Witz, und dabei so nah und ehrlich ist wie
ein guter Freund. Das müssen wir jetzt aber mal ein bisschen näher
erklären.

Das Selbstverständnis von The Broken Beats ist ein ganz und gar
offenes. Alles geht immer. Nichts ist unmöglich. Es begann im Frühjahr
2001 in der dänischen Hafenstadt Aarhus, als Sänger und Gitarrist Kim
Munk ein Haufen Leute um sich scharte, um eine Band zu gründen, für die
es keine Grenzen gibt, in der Raum ist für musikalische und menschliche
Fehler, in der das Unperfekte zum Prinzip erhoben wird und Kim Munk
endlich so sein kann wie er will: er selbst. Es ging hin und her und
rauf und runter. Die Musiker kamen und gingen. Mal spielten The Broken
Beats als dreiköpfige Rockband und dann als hemmungslose Bigband mit 17
Musikern. Mal war das Rock, Pop, Country, Folk, Soul – na ja, es war
eigentlich immer alles und vor allem: eine Suche. Sie reisten durch
Skandinavien, Österreich, Deutschland und Holland, zerstörten drei
Bandbusse, unzählige Instrumente und am Ende sich selbst. Kim Munks
Traum von der unperfekten Band zerplatzte in einem Chaos aus Motoröl,
Reifenfetzen, Alkohol, zerrissen Gitarrensaiten, Liebeskummer und
Faustkämpfen. Vor 18 Monaten war nicht mehr viel übrig von The Broken
Beats. Aber ist Kim Munk ein das Leben umarmender Megamensch? Ist
dieser Typ ein einziges zuckendes Herz? Ist die Erde rund?

Und so kam er zur Ruhe und zog nach Hamburg und setzte sich hin und
schrieb diese neuen Lieder, in denen nun endlich alles zusammen findet,
was diese Band so herrlich und einzigartig macht. Es scheint, als wäre
die Suche beendet, denn das hier ist das große Werk, das Universum auf
einer Silberscheibe.

The Broken Beats

Die elf Stücke kurz angespielt:
”Weight Of Words” – das geht ja gut los. Irgendwas kommt vom Himmel
runter. Aus den Spacesounds und Engelschören schält sich eine Hymne.
Amtliche Overtuere.
Der ”Breakbeatsong” ist genau das; ein über gebrochene Beats hin zu
einem weltumarmenden Refrain holperndes Lied, das zum Hit wird bevor
man sich versieht.
”Essentials” ist geradliniger Sommernachmittagspop mit 70erjahre Glam
und dem schönen Satz nach der vorlauten Bridge: ”You will know if you
try / It’s a matter of time / It’s these moments of your life / It’s
essential to fly.” Und Geigen und Choräle.
”Waters” kommt ganz langsam und unscheinbar über einen lockeren Rhythmus und hebt sich sachte zu einer feinen Harmonie.
”Black Fire” beginnt wie eine Klavierpophymne, um dann plötzlich in ein schwarzes, sägendes Biest auszuarten.
”Stood Still” macht einen auf mysteriösen Gruselschocker im Waberland
und wird dann Stück für Stück zu einem komplexen Riesenlied, das
zwanzig Meter über der Erde Erlösung findet.
Danach: ”Commodore Stain”. Locker hingeworfener Cabriopop für eine
Fahrt über rote Wiesen, auf denen knallgelbe Frösche über denn Sinn des
Lebens philosophieren.
”Burning Rose” – Hören Sie diesen Mädchenchor im Refrain! Hören Sie?
”Copy”, die erste Single, ist ein von einem hibbeligen Banjo bewegter Tanzflächenfüller. Feuer für die Indie-Disco.
Bei ”Breaking Me Down” werden The Broken Beats zur stumpf riffenden
Rockband. Texas, oder was? Und dann, klar, die Überraschung. Kein Lied
dieser Band ohne Überraschung.
Und zum Schluss ”In The Ruin…” Das fast zehnminütige Titelstück. Eine kompakte Oper mit direkten Zugang zum Universum.
Man bleibt atemlos zurück oder geht mit, das ist ne Typfrage.

Jetzt können Sie, lieber Leser, mal schön versuchen zu beschreiben,
was The Broken Beats hier fulminieren. Klar und offensichtlich ist hier
offensichtlich nichts. So einfach ist das Leben nicht. Für jemanden wie
Kim Munk, der das Dasein erforschen und bis zum Innersten durchleben
will, schon gar nicht. Deswegen können Sie von ihm auch keine Hilfe
erwarten, wenn es darum geht, seine Musik zu beschreiben und
einzuordnen. Kim Munk sagt lieber Sätze wie diese:
”Eine Band ist eine Illusion und existiert nur in den Gedanken der
Menschen. Unsere Band ist das, was Du in ihr siehst. The Broken Beats
sind weder Hip Hop, Trance, Breakbeats noch Nu-Jazz oder The Band. The
Broken Beats heißen wie sie heißen, um den gebrochenen Rhythmus des
Lebens zu beschreiben. Kein Leben ist perfekt, aber oft streben wir
danach, und dieses Streben setzt uns unter unmöglichen Druck, manch
einen zerstört es. Je mehr wir uns um das perfekte Leben bemühen, desto
weiter entfernen wir uns davon. Was wollen wir eigentlich wirklich? The
Broken Beats wurden von einem Typen gegründet der nicht wusste was es
heißt, gebrochen zu sein. The Broken Beats haben ihm das gelehrt. Und
jetzt sind der Typ und die Band bereit für die Zukunft. Ihre Musik ist
Pop’n’Rock’n’Roll. Es ist positive Energie, die ins Universum geschickt
wird, und vielleicht kommt irgendwas davon zurück.
All the best,
Kim“


SEDUCERS/THE SMOKIN`S 44

Freiburgs Rock`n Roll Band Nummer 1, über die Seducers noch viele Worte zu verlieren, hiesse die berühmten Eulen ins Swamp, äh nach Athen tragen. Die Herren Chad Sed, Fats Braun und Mick Babalouba rocken und rollen sich den Arsch ab, Garage, dreckig und schnell.  Deshalb gleich zur zweiten Band des Abends:

The Smokin`s 44 sind eine Blues-, Punk-, bzw. Trashband aus Berlin. Das Country Element kommt bei den Herrschaften auch nicht zu kurz, so dass alle Zutaten für einen herrlich heissen konzertabend im SWAMP gegeben sein dürften.

www.myspace.com/seducers

www.myspace.com/thesmokin44s


THE DURGAS (USA)

Nach dem grossartigen Gig im vergangenen Jahr kommen die ehemaligen A SUBTLE PLAGUE ins SWAMP. Man kann über die Qualität ihrer Platten geteilter Meinung sein. Live ist die Band schlich sensationell.Vor The Durgas erreichten die Brüder Simmersbach hohen Bekanntheitsgrad als A Subtle Plague (1984-1998). Mit einem Plattenvertrag beim angesehenen Independent Label Rough Trade, bekamen sie schnell den Ruf als eine der besten Live Bands
des U.S. Undergound. Mit ihrer unerschöpflichen Energie zu touren, fanden sie auf internationalerEbene großen Zulauf und konnten sich somit eine große Fangemeinde aufbauen. Auf ihren Reisen spielten sie mit einer Vielzahl inspiriereneder und erfolgreicher Musiker, wie Iggy Pop, Mudhoney, Vic Chesnut, Jesus Lizard, Sonic Youth und
Soul Asylum, um nur einige zu nennen. Ihr hippiesker, kommunenhafter Lebensstil und ihre treu ergebenen Fans veranlasste das Rolling Stone Magazin in Deutschland ASubtle Plague “Die Grateful Dead der 90er” zu nennen Das Ende des Milleniums brachte das Ende für A Subtle Plague und eine bewusste Kursänderung im Sound und der Herangehensweise in der Musik. So verschmolzen die Klänge und Kulturen, mit denen sie aufwuchsen,- beide wurden in Bayern geboren, wuchsen aber in verschiedenen Teilen Thailands,Tanzania, Mali, Senegal, Italien und den USA auf.-
zu einem organischen Ganzen. Ich persönlich hätte nie geglaubt, dass es auf solch eine grossartige Art gelingene könnte, (wie es The Durgas bei letzten Swamp Gig zelebrierte), Westcoast Hippie Sound mit Afrika Beat, Marke Fela Kuti zu mischen. Ein fettes 12 Minutenbrett, bei dem das Swamp fast auseinander fiel war vor knapp einem Jahr der Beweis. Westcoast meets Afrika, welcome Durgas.