Hallo Welt!

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CRIME KILLING JOKER MAN (Release Party Vol.II)

„Gebt den Kleinstadtkids das Streichholz, sie werden damit alles in Flammen setzten,“ sagte einst ein alter Mann und beschrieb damit eine Musikergeneration, die im Pop geboren wurde und im Untergrund laufen lernte.

So vereinen auch „crime killing joker man“ bewährte Tugenden des Pop-Songs mit dem ungeschliffenen Dreck der Vorstadt. Als Gitarrenband vermögen sie auch diesen Kontrast mit auf die Bühne zu tragen und verzichten dabei auf bewährte Klischees. „Pop-Songs mit einem Dreh,“ schrieb einst ein Redakteur über die Musik der Band, die sich am Ende eines Konzerts gerne verneigt, anstatt die Bühne in ihre Einzelteile zu zerlegen.

Schließlich wurde Gunnar Ennen, in dessen Keller bereits Gisbert zu Knyphausen sein gefeiertes Debüt aufnahm, bei einigen gemeinsamen Auftritten auf die Band aufmerksam. Er schlug die Aufnahme einer Langspielplatte vor und so wurde in einem winzigen Dorf in Westfalen innerhalb von fünf Tagen „beautiful loser“ aufgenommen; ein Album über das merkwürdige Glück ein Verlierer zu sein.

Konstantin besingt die Leere seiner Umwelt, in der er sich nicht heimisch fühlen will („the silence in your tears/is speaking the holes of many years/that been kept aside for a long long time“, [the bottle]), das wirre Eigenleben der Liebe und ihren verletztlichen Stachel („feelings are changing/I’m feeling so naked“ [the boy you thought you met]) und die Scheinheiligkeit seiner Stadt („we’re hiding from/everyone/everyday“[city i know]).

Die Band zelebriert dabei das titelgebende Lebensgefühl in explodierenden Formen und Farben („lala,lalalala, we’re beautiful losers“, [beautiful losers]), das sich bis in den Rausch eines apokalyptischen Feuerwerks steigert, nur um im letzten Stück mit der Schönheit der Zeit und der Zerstörungsmacht ihrer Zahnräder die Welt in stillen Klängen zu verabschieden.

Ein Debüt, das das Leben so schrieb, wie es sich spon. Und da „crime killing joker man“ eine waschechte Liveband sind, kann man ganz nebenbei auch ordentlich die Tanzhufe schwingen; zu Hause und vor allem draußen im Licht.

www.myspace.com/crimekillingjokerman

ZOEY VAN GOEY (UK)

Ach ja, die Schotten! sentimentale Kadetten, allesamt,Teenage Tanclub,Belle and Sebastian und jetzt Zoey van Goey. Das tolle Netz-magazin White Tapes schreibt über sie:

Nein, auch wenn der niederländische Adelszusatz es andeutet, bei Zoey van Goey haben wir es nicht mit Niederländern zu tun. Die Band mit diesem vielleicht etwas seltsam klingenden Namen fand sich im schottischen Glasgow zusammen, wo sie auch den Produzenten ihrer ersten Single fanden, nämlich Stuart Murdoch von Belle and Sebastian. Ihr Album ließen sie sich dann aber von einem anderen namhaften Vertreter der schottischen Musikszene produzieren, nämlich Paul Savage von The Delgados. Das Trio gründete sich 2006 und besteht aus der Schottin Kim Moore, dem Kanadier Matt Brennan und Michael John McCarthy, einem irischen Theater-Autor. Viele Einflüsse also aus gleich drei englischsprachigen Ländern. Benannt ist die Gruppe nach eigener Aussage dann auch noch nach einer New Yorker Street Art Künstlerin. Es scheint also bunt her zu gehen bei Zoey van Goey, das deutet ja aber auch schon das Cover an.

Ach ja und Musik machen Zoey van Goey übrigens auch noch, was sie dann bereits im Oktober 2009 auf Albumlänge mit “The Cage Was Unlocked All Along” toll demonstrierten. Wir schreiben zwar jetzt erst drüber, aber manchmal will gut Ding eben Weile haben und da das Werk jetzt erst immer wieder seinen Weg in unsere Ohren findet, hielten wir die Zeit für gekommen euch die frohe Kunde dieses Trio nicht länger vor zu enthalten. Denn trotz toller Folk-Pop-Melodien mit teils experimentellem LoFi-Charakter und dann wieder beinahe bombastichen Popsounds, sind Zoey van Goey bisher fast noch geheimer als ein Geheimtipp. Schade eigentlich, denn der atmosphärisch dichte Midtempo-Popper “We All Hid In Basements” gehört zu einem der leider erst spät entdeckten Hits des letzten Jahres. Langsam und schwermütig zerbrechlich beginnend spannt die Band hier den Bogen immer weiter, bis am Ende die Sonne durch die Komposition scheint und nur noch Gänsehaut bleibt. Neben leicht schwermütigem Folk-Pop haben Zoey Van Goey aber auch jede Menge verspielter Harmonien, die von der Sonne geküsst scheinen und ein Lächeln auf das Gesicht des geneigten Hörers zaubern dürften. Die erinnern mal an Belle and Sebastian, dann wieder an The Delgados, aber das sollte an dieser Stelle eigentlich nicht überraschen.

THE WOODEN SKY (CA)

Irgendwie war das Jahr 2010 ja schon ausgebucht, bzw. rappelvoll mit Konzerten, aber wenn einem solch eine tolle Band noch angeboten wird, packen wir halt noch einen Gig drauf.

Eigentlich gibt es schon genug von ihrer Sorte: Bands voller bärtiger Brillenträger, die irgendwo im Bermudadreieck von Folk, Rock und Alternative Country ihre Lieder schreiben. Doch selbst wer sich schon längst von diesem Genre übersättigt fühlt, sollte The Wooden Sky wenigstens eine Chance geben. Die wird das Quartett aus dem kanadischen Toronto umgehend nutzen: Gekonntes Songwriting, dichte Lyrics und dank Frontmann Gavin Gardiner eine Stimme, die auch die Zwischentöne beherrscht – wer sich da noch gegen den knorrigen Charme der Band sperrt, ist selbst schuld. Und wird möglicherweise am Ende doch noch von der Produktion Howard Bilermans (Arcade Fire, Wolf Parade) umgestimmt. Wilco und auch The National fallen einem beim Hören des aktuellen Albums ein. Country-Nostalgie, schleppende Rhythmen und eine Melancholie, die sich nicht nur textlich durch die Songs zieht. Dabei strahlen die Songs trotzdem Eleganz und Ehrlichkeit auf, sind oft verspielt, dann wieder voller Energie.

Über ihr aktuelles Album, „If I don`t come home, you`ll know I`m gone“ schreiben die Kritiker

„The Wooden Sky seem to be on many best-band-you’ve-never-heard-of lists, but that status should significantly change when word about If I Don’t… starts to spread“

was nichts anderes bedeutet, als dass man der Band aus Toronto tatsächlich den grossen Wurf zutraut. Und wer, weiss: The National spielten auch schon im SWAMP, vor ca. 40 Leuten. Know what I mean?

www.myspace.com/thewoodensky

www.youtube.com/watch?v=OfwVLSAVJ9s&feature=related

KOMMANDO SONNE-NMILCH (D)ACHTUNG !! findet im White Rabbit statt

Eine einzigartige Verzahnung von Mitgröl-Punk und Kunststudenten-Spinnerei. Das kriegt nur Jens Rachut hin, schreibt das „INTRO“ und manchmal haben die Kadetten des Musikmagazines auch Recht.

Fast immer, wenn von Kommando Sonne-Nmilch oder einer anderen Jens-Rachut-Band die Rede ist, wird betont, dass dies eines der wenigen Beispiele für intelligenten Deutschpunk sei. Aber gab es nicht auch mal Mittagspause, Die Radierer, Malaria und Palais Schaumburg? War das etwa kein Deutschpunk? Der Sonderweg von Kommando Sonne-Nmilch besteht wohl darin, dass sie es verstehen, zwei völlig unterschiedliche Punk-Ansätze überzeugend zusammenlaufen zu lassen, den sogenannten Artschool-Punk und den hymnischen, oft als stumpf gebrandmarkten Street-Punk.

Pogo-Knaller finden sich neben schlappen, seltsamen Reggae- und Akustikgitarren-Nummern wie „Grunz Ranch“ und „Was ist Leben“. Das ist gelebte Schizophrenie, wundersame Verzahnung von scheinbar Unvereinbarem. Nietengürtel und Konzeptkunst in einem. Wo gibt es das sonst noch? Und fast immer, wenn von Kommando Sonne-Nmlich die Rede ist, fallen Begriffe wie „Punk-Urgestein“ und „authentisch“. Doch genau das erledigt sich bei dieser Musik von selbst – sie ist so verschmitzt, anspielungsreich und mit Geschichte aufgeladen, dass von „ehrlich“ und „erdig“ zum Glück keine Rede sein kann.

In drei Worten: Spinnen / Kunst / Punk

AUSTIN LUCAS/DRAG THE RIVER/CORY BRANAN (USA)



Drag the River/ Austin Lucas/ Cory Branan

Ein fettes Dreierpaket gibt es diesen Donnerstag im SWAMP. Von allerbestem Alternative-Punkrock über Country und Americana bis Indie-Folk:
Drag The River, Austin Lucas und Cory Branan garantieren einen
abwechslungsreichen Abend, der das ausverkaufte Frühjahrs-Konzert von Drag The
River-Sänger Jon Snodgrass mit den Punkrock-Giganten Joey Cape und Tony Sly in
Sachen musikalischer Originalität und Authentizität sogar noch toppen dürfte.

Drag The River
Drag The River bestehen aus Chad Price, dem Sänger der Punkrocklegende ALL, und
Jon Snodgrass, einem genialen Singer/Songwriter aus Colorado, der mit diesem
furiosen Duo beweist, dass (Punk-)Rock-Songs ohne viel Beiwerk hervorragend
funktionieren. Beim Treffen der alten Punkrock-Helden im Februar konnte Jon
Snodgrass als Gast von Joey Cape und Tony Sly auf dessen Akustik-Tour jedenfalls
eindeutig den Punktsieg verbuchen.

Austin Lucas
Austin Lucas kommt aus Bloomington, Indiana, und spielt sehr eindringliche
Americana- und Country-Songs. 2008 begleitete er seinen Komponisten-Kumpel Chuck
Reagan auf dessen Revival-Tour und nahm anschließend das grandiose Album
“Somebody Loves You” auf.

Cory Branan
Das Rolling Stone Magazin stellte den Singer/Songwriter aus Southhaven,
Mississippi, in eine Reihe mit Conor Oberst und Ryan Adams und feierte Cory
Branans Indie-Folk überschwänglich. Völlig zu recht übrigens, denn Branans
Stimme thront über ein wunderbares, oft schrammeliges Gitarrenspiel und
verbreitet großes Wohlgefühl.

www.myspace.com/dragtheriver
www.myspace.com/austinlucas1
www.myspace.com/corybranan

ELF POWER (USA)

Das beschauliche Städtchen Athens hat schon einigen Einfluß auf das gehabt, was man gemeinhin Popkultur nennt. Mit den schrägen New-Wave-Vögeln B-52s und den folkrockenden Megastars R.E.M. war das Provinznest aus Georgia schon so manches Mal in den Charts der Welt zu finden. Doch abseits der großen Namen tut sich seit Mitte der Neunziger ebenfalls etwas. Zusammen mit gleichgesinnten LoFi-Melodikern wie Apples In Stereo, Olivia Tremor Control oder Neutral Milk Hotel sorgten auch Elf Power dafür, daß Lokalmatador Michael Stipe das lokale Label Elephant 6 in den höchsten Tönen lobte.

Auch anderen blieben die Qualitäten der Truppe nicht verborgen. So produzierte Dave half den beiden Köpfen Andrew Rieger und Laura Carter dabei, mit ihren Mitstreitern Bryan Poole (Baß) und Aaron Wegelin (Schlagzeug) eine ordentliche Prise Indiesalz in die Popsuppe rieseln zu lassen. Mit dem Resultat: Pop ja, aber nur verdammt gut versteckt.

Ein mitunter krudes Sammelsurium von näselnden Bläsern, wimmernden Gitarren und holpernden Drums sorgt in für angenehm geradeaus gehende Schunkler. Folk, Rock, Losgeh Nummern, verschwurbelte Songwriterstücke, werden durch den Fleischwolf gedreht. Kein Wunder, dass der grosse, 2009 verstorbene Vic Chestnut die Zusammenarbeit mit diesen wahrhaft schrägen Vögeln liebte.

www.elfpower.com/

IMAGINARY CITIES (CANADA)

In Winnipeg, dem sogenannten “Herz des Kontinents” (John K. Samson Referenz!), entsteht an allen Ecken neue Musik: In Kellern, bei der Arbeit, im Alltag, und in den vielen Clubs der Stadt.
In einem dieser Clubs, The Cave, wurden Imaginary Cities geboren. Das Debutalbum ‚Temporary Resident‘ erscheint im Frühjahr 2011, und ganz Kanada redet schon über den souligen Indiepop der Band, der neben Gitarre und Klavier vorallem von einer einzigartigen Frauenstimme getragen wird.

Imaginary Cities, das sind im Kern aus Marti Sarbit, dieder Band ihre Stimme verleiht, sowie Klavier spielt, und Rusty Matyas, der eigentlich jedes weitere erdenkliche Instrument spielt und die Backgroundvocals singt. Matyas ist in der kanadischen Musikszene kein Unbekannter, ist er doch als Multi-Instrumentalist mit den Weakerthans auf Tour.

Auf der Bühne sind Imaginary Cities zu fünft, um den Bandsound der Aufnahmen auch live erzeugen zu können. Die erste Liveshow im Mai 2010 bei der NXNE (North by North East) in Toronto erntete in der Presse und bei den Besuchern sehr gute Kritiken. Ende 2010 folgt eine Tour durch Kanada, unter anderem als Support für The Rural Alberta Advantage und Ra Ra Riot. Im Januar und Februar 2011 folgt die erste Tour in Europa, mit besonderem Fokus auf Deutschland.
Wie sich das anhört? So!
www.youtube.com/watch?v=_NQxiGZuKrs&feature=related